Samstag, 30. Dezember 2017

Rezension: Arda und der Spuk von Tegel

Arda und der Spuk von Tegel

von Nesrin Kismar

 

Informationen zum Buch:


Name: Arda und der Spuk von Tegel
Autor: Nesrin Kismar
Verlag: Shaker Media
Einband: Taschenbuch
Preis: 10,00 €
Seitenanzahl: 169
Erscheinungsdatum: 13. April 2017
ISBN: 978-3956315398



Inhalt:

Der 11-jährige Arda lebt mit seinen Eltern in Tegel, Nordberlin. Da sein Vater fast den ganzen Tag mit arbeiten beschäftigt war und seine Mutter viel im Haushalt machte, verbrachte der neugierige und abenteuerlustige Junge seine Freizeit gerne mit seinem besten Freund Lennard in der Natur. 
Bei ihren Entdeckungstouren stoßen sie auf eine geheimnisvolle Spukgeschichte, die sie sehr interessiert. Außerdem lernte Arda viel über seine Familiengeschichte kennen, deren er sich bis dahin gar nicht so bewusst war...



Meine Meinung:

Zuallererst möchte ich mich bei der Autorin Nesrin Kismar bedanken, dass sie mir ihr Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Das Buch macht auf mich einen sehr positiven ersten Eindruck, da das Cover mit ansprechenden Farben und Elementen gestaltet wurde. Der Titel hat mich sehr neugierig gemacht, allerdings finde ich den Klappentext etwas zu ausführlich. Trotzdem war ich sehr gespannt auf das Buch!

Die Geschichte wird durchgängig aus der Sicht von Arda erzählt, allerdings nicht in der Ich-Perspekktive, man schaut als Leser also von außen auf die Geschehnisse. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn die Tiefe der Charaktere nicht verloren geht.
So also hatte man einen neutralen Blick, hat mehr erfahren und konnte sich selbst eine Meinung bilden.

Zunächst wird man als Leser in die Handlung eingeführt, indem man einen groben Blick über Arda und seine Familie bekam. Hier wird auch erzählt, wie Arda seinen besten Freund Lennard kennenlernte und dass sie fast täglich zusammen unterwegs sind.
In den Sommerferien, in der die Geschichte spielt, erleben die beiden Jungen ein ganz besonderes Abenteuer. 

Von einem "Geisterseher" erfahren sie von Spukgeschichten von Tegel, wo die Jungen wohnen, und rätselhaften Geistern. Arda und Lennard sind so begeistert und fasziniert davon, dass sie beschließen sich nachts rauszuschleichen und selbst nach Geistern zu suchen. 
Wird es ihnen tatsächlich gelingen einen Geist zu finden? 

Doch nicht nur die Geheimnisse um seinen Wohnort machen Arda Gedanken. Außerdem beschäftigt er sich mehr mit seiner Familiengeschichte, die ihm viele offene Fragen hinterlässt.

Insgesamt gefällt mir die Geschichte,  denn sie beruht auf einer guten Idee. Doch ich fande, dass die Geschichte nicht so richtig zum Punkt gekommen ist und sich erst gegen Ende des Buches gezeigt hat, worum es eigentlich alles ging. Das fande ich etwas schade, da sehr spannende und interessante Themen angesprochen wurden.

Der Schreibstil war sehr flüssig, ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Durch die Perspektive erfährt man als Leser viele Informationen, die man aus der Sicht einer einzelnen Person sicher nicht erhalten hätte, allerdings entstand dadurch keine richtige Tiefe bei den Charakteren. 
Da es insgesamt um Arda ging, lernte man ihn etwas kennen, doch ich vermisse die Verbundenheit zum Protagonist. Also dass man weiß, was und wie er fühlt und denkt. 

Jedoch denke ich, dass es so besser verständlich für Kinder ist, da die Handlung relativ einfach und kinderfreundlich gehalten wird. Was mir außerdem sehr gut gefallen hat ist, dass typische Wendungen der Muttersprache der Familie in der Fußzeile kurz erklärt werden, sodass man einen kleinen Einblick in die Sprache und Kultur bekam. 


Fazit: 

Eine schöne Kindergeschichte die von der Freundschaft, Familie und Abenteuer handelt. Empfehlenswert für Kinder und Erwachsene, die gerne eine neue Kultur kennen lernen wollen und an einen niedlichen Geschichte interessiert sind. 


💙💙💙💙  /💙💙💙💙💙
(4 von 5 Sternen)